Warum ich Wiesbaden so liebe?
Es sind die Gegensätze von Alt und Neu, die eigentlich keine sind, sondern ineinander verschmelzen und miteinander harmonieren:

Wiesbaden ist mondän und modern, prachtvoll und peppig, charmant und cool, historisch und hip – das macht für mich den Reiz der hessischen Landeshauptstadt aus.

Sie ist das perfekte Ausflugsziel für alle Bewohner des Rhein-Main-Gebiets und für alle anderen eine lohnenswerte Städtereise in eine der schönsten Städte Deutschlands.

Die top 10 Wiesbaden Sehenswürdigkeiten & meine persönlichen Geheimtipps

Ein wenig Geschichte

Um Wiesbaden zu verstehen, muss man ein wenig in seine Geschichte eintauchen. Ich fasse mich kurz – versprochen!

Erstmals erwähnt wurde das heutige Wiesbaden im Mittelalter als „Wisibada“, was wohl schon damals auf die heißen Quellen der Stadt zurückzuführen war.

Die Glanzzeit Wiesbadens aber begann 1806, als die Stadt Regierungssitz der Nassauer wurde. Zeitgleich setzte ein Trend zum Gesundheitstourismus ein, der ihr bald den Beinamen „Weltkurstadt“ verlieh.

1866 wurde die Stadt Teil Preußens, und von da an kamen auch Kaiser Wilhelm I. und II. zur Kur.

Auch sonst hatte Wiesbaden viele prominente Kurgäste: Thomas Mann, Goethe, Brahms, Wagner, Liszt, Strawinsky, Balzac und Kaiserin Sisi.

Ende des 19. Jahrhunderts fand der Bauboom, in dem sich viele Elemente des neuen Jugendstils wiederfinden, seinen Höhepunkt. Viele Häuserfassaden der Stadt, unter anderem im Rheingauviertel, stammen aus dieser Zeit.

Der Erste Weltkrieg beendete die Glanzzeit Wiesbadens. Die Stadt stand teilweise unter französischer und britischer Besatzung.

Sie blieb weiterhin Kurstadt und kam im Zweiten Weltkrieg glimpflich davon. Wiesbaden war politisch nicht besonders bedeutend und wurde deshalb – im Gegensatz zum nahen Frankfurt – weitgehend von der Zerstörung verschont.

Diesem Umstand verdankt die hessische Landeshauptstadt heute ihre Boulevards und Prachtbauten aus dem 19. Jahrhundert, die so typisch für das Stadtbild sind.

Wiesbaden Sehenswuerdigkeiten: Prachtbauten wie hier das Palast Hotel sind typisch für Wiesbaden

Prachtbauten wie hier das Palast Hotel sind typisch für Wiesbaden

Wiesbaden Sehenswuerdigkeiten: Edle Villen stehen an der Wilhelmstraße

Edle Villen stehen an der Wilhelmstraße

Wiesbaden allgemein

Mit etwa 280.000 Einwohnern ist Wiesbaden nach Frankfurt am Main die zweitgrößte Stadt Hessens. Landschaftlich liegt die Stadt zwischen dem Taunus im Norden und dem Rhein im Süden. Sie ist die Landeshauptstadt Hessens.

Wiesbaden hat viele Beinamen: sie ist das „Nizza des Nordens“, das Tor zum Rheingau und die Stadt der heißen Quellen.

Was zeichnet die Sehenswürdigkeiten Wiesbadens und das Stadtbild aus? Es sind die eindrucksvolle Architektur des Jugendstils aus dem 19. Jahrhundert, die weitläufigen Parks und Grünanlagen sowie ein breites Gastronomieangebot mit lokalen Speisen und Weinen der besten Winzer aus dem nahen Rheingau.

Überhaupt ist Wiesbaden perfekt für Genießer. Auch wer ausgedehntes Shopping in exklusiven Boutiquen auf dem kaiserlichen Prachtboulevard Wilhelmstraße liebt, ist hier genau richtig. Wobei „Shopping“ eigentlich nicht der passende Ausdruck ist: Hier wird durch Läden flaniert und dem Kaufrausch gefrönt.

Die top 10 Wiesbaden Sehenswürdigkeiten & meine Geheimtipps

Kochbrunnen

Wie oben schon beschrieben, ist Wiesbaden bekannt für seine heißen Quellen, von denen es heute noch 26 in der Stadt gibt. Deshalb empfehle ich dir, zumindest eine davon einmal näher zu betrachten.

Die bekannteste und größte Quelle sprudelt aus 43 Metern Tiefe im Kochbrunnen auf dem Kranzplatz, umgeben von einem eigens dafür erbauten Pavillon, dem Kochbrunnentempel.

Wenn dich der schwefelige Geruch nicht davon abhält, kannst du hier einen Schluck des gesunden Wassers probieren – aber Vorsicht: Es ist 67 Grad heiß!

Die prächtigen Häuserfassaden rund um den Kranzplatz erinnern an die Grandhotels vergangener Tage, in denen elegante Badegäste logierten.

Das Hotel Schwarzer Bock hat die Zeit überdauert. 1486 eröffnet, gilt es als das älteste Hotel Deutschlands und verfügt über eine eigene Thermalquelle.

Wiesbaden Sehenswuerdigkeiten: Die bekannteste Quelle Wiesbadens: der Kochbrunnen

Die bekannteste Quelle Wiesbadens: der Kochbrunnen

Wiesbaden Sehenswuerdigkeiten: das Thermalwasser kannst du probieren, aber Vorsicht: heiß

Das Thermalwasser kannst du probieren, aber Vorsicht: heiß

Wiesbaden Geheimtipp: Wenn du selbst in den Genuss eines Bads in einer heißen Quelle kommen möchtest, empfehle ich dir einen Besucn der Kaiser-Friedrich-Therme.

Das römisch-irische Bad wurde ursprünglich 1913 eröffnet und wirkt mit seiner eleganten Jugendstilarchitektur und den Mosaikfliesen noch heute wie aus einer anderen Zeit.

Der Schlossplatz: Stadtschloss & Neues Rathaus

Der Schlossplatz ist eine der top Sehenswürdigkeiten Wiesbadens und bildet das Zentrum der Altstadt.

An dem prächtig gepflasterten Platz mit dem Marktbrunnen liegt das Stadtschloss. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 1842 residierten dort zahlreiche preußische Könige und Kaiser; auch Kaiser Wilhelm II. nutzte es regelmäßig.

Heute beherbergen das Schloss und die angrenzenden Gebäude den Hessischen Landtag.

Gegenüber des Stadtschlosses, mit dem Marktbrunnen dazwischen, steht das Alte Rathaus Wiesbadens. Das älteste öffentliche Gebäude der Stadt wurde 1610 fertiggestellt.

Ebenfalls an den Schlossplatz grenzt das Neue Rathaus Wiesbadens. Es wurde übrigens vom gleichen Architekten wie das Münchner Rathaus geplant und 1887 fertiggestellt.

Interessant ist außerdem, dass das Rathaus mit dem heißen Wasser des Kochbrunnens beheizt wird!

Wiesbaden Sehenswürdigkeiten: Der Marktbrunnen vor dem Neuen Rathaus

Der Marktbrunnen vor dem Neuen Rathaus

Wiesbaden Sehenswürdigkeit: Auf dem Marktbrunnen thront der goldene Löwe

Auf dem Marktbrunnen thront der goldene Löwe

Wiesbaden Geheimtipp: Das Wandbild am Gebäude neben dem Alten Rathaus (Marktstraße 20) gibt Rätsel auf. Was sollen die rosafarbenen Rundungen darstellen? Brüste, Tomaten, Weintrauben? Nicht nur Touristen stellen sich seit über 30 Jahren diese Frage. Das Gemälde war lange umstritten, wurde dann aber doch vom Stadtparlament beschlossen und 1989 umgesetzt.

Des Rätsels Lösung: Der Bremer Künstler Jimmi D. Paesler gewann mit seinem Entwurf den Wettbewerb der Ausschreibung. Unter dem Titel „Die roten Blasen“ wollte Paesler ein Bild mit 3D-Effekt schaffen. Es zeigt runde, voluminöse Kugeln und Blasen, die durch gezielte Schattensetzung aus der Wand herauszuquellen scheinen.

Wiesbaden Sehenswuerdigkeiten: Der Schlossplatz mit Blick auf den Hessischen Landtag, das alte Rathaus und

Der Schlossplatz mit Blick auf den Hessischen Landtag, das alte Rathaus und „die roten Blasen“

Marktkirche & Dern`sches Gelände

Neben dem Neuen Rathaus thront die Marktkirche. Sie ist nicht nur eine der top Wiesbaden Sehenswürdigkeiten, sondern auch das Wahrzeichen der Stadt.

Die dreischiffige Basilika wurde 1852-1862 als damals größter neugotischer Backsteinbau im Herzogtum Nassau errichtet.

Auf dem Dern`schen Gelände hinter der Marktkirche und dem Neuen Rathaus findet jeden Mittwoch und Samstag der Wochenmarkt statt. Der Besuch lohnt sich schon wegen der vielfältigen kleinen Essens- und Weinstände.

Außerdem finden hier und auf dem Schlossplatz übers Jahr verteilt immer wieder lohnenswerte Feste statt: so zum Beispiel die Rheingauer Weinwochen oder der wunderschöne Sternschnuppenmarkt in der Weihnachtszeit.

Wiesbaden Sehenswürdigkeiten: die Marktkirche

Eine der top Wiesbaden Sehenswürdigkeiten: die Marktkirche

Wiesbaden Sehenswürdigkeiten: Das Dern`sche Gelände vor der Marktkirche zum Wochenmarkt

Das Dern`sche Gelände vor der Marktkirche zum Wochenmarkt

Wiesbaden Geheimtipps: Wunderschön zur Weihnachtszeit: der Sternschnuppenmarkt

Wunderschön zur Weihnachtszeit: der Sternschnuppenmarkt

Wiesbaden Geheimtipp: ich schaue mir ja immer gerne Städte von oben an: in Wiesbaden ist das möglich vom Turm der Marktkirche der allerdings nur an wenigen Tagen im Jahr zum Besteigen geöffnet ist, meist zu den oben genannten Festen. Der Zutritt ist kostenlos, um eine kleine Spende für die Kirche wird gebeten.

Kurhaus & Casino

Wiesbadens Aufstieg zur bedeutendsten Kurstadt Deutschlands im 19. Jahrhundert machte den Bau eines neuen Kurhauses notwendig.

1905 wurde das alte Kurhaus abgerissen, um dem neuen Bau im Stil des Neoklassizismus mit Jugendstilmotiven Platz zu machen. Es gehört heute zu den schönsten Festbauten Deutschlands.

Eröffnet wurde es 1907 von Kaiser Wilhelm II.

Das gesamte Areal ist hufeisenförmig angelegt. Vor dem prachtvollen Kurhaus liegt das Bowling Green, eine von den englischen Kurgästen damals so getaufte Rasenfläche mit zwei Springbrunnen, eingerahmt von den Theater- und Kurhauskolonnaden.

Auf dem Bowling Green finden jährlich viele Freiluftveranstaltungen statt, zum Beispiel das Wilhelmstraßenfest, auch bekannt als „Theatrium“, sowie „Wiesbaden on Ice“ im Winter, wenn sich das Bowling Green in die größte mobile Eisbahn Deutschlands vor herrlicher Kulisse verwandelt.

Wiesbaden Geheimtipp: Zur Weihnachtszeit solltest du unbedingt das Foyer des Kurhauses besuchen und den einzigartigen Weihnachtsbaum bewundern, der aus über 2.000 frischen Weihnachtssternen besteht.

Sehenswürdigkeiten Wiesbaden: Eine weitere top Wiesbaden Sehenswürdigkeit: das Kurhaus Wiesbaden

Eine weitere top Wiesbaden Sehenswürdigkeit: das Kurhaus Wiesbaden

Wiesbaden Geheimtipp: Zu Wiesbaden on Ice verwandelt sich das Bowling Green in eine Eisbahn

Zu Wiesbaden on Ice verwandelt sich das Bowling Green in eine Eisbahn

Wiesbaden Tipp zur Weihnachtszeit: den Baum im Kurhaus bewundern

Wiesbaden Tipp zur Weihnachtszeit: den Baum im Kurhaus bewundern

Hessisches Staatstheater & Kurpark

Direkt neben dem Casino liegt das Hessische Staatstheater, ein stilvoller ockerfarbener Bau im Neobarock. Es wurde 1892–1894 auf Geheiß von Kaiser Wilhelm II. als „neues königliches Hoftheater“ errichtet.

Interessant finde ich, dass die pompöse Vorderseite mit den prächtigen Säulen nicht als Eingang zum Staatstheater dient, sondern – damals wie heute – der Hintereingang in den Kolonnaden neben dem Bowling Green genutzt wird.

Foyer und Zuschauerraum wurden aufwendig nach historischem Vorbild mit viel Gold und Pomp rekonstruiert, sodass man beim Betreten wirklich das Gefühl hat, in die Kaiserzeit einzutauchen.

Der angrenzende Kurpark wurde 1853 im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt. Je nach Jahreszeit erstrahlt er im Glanz bunter Blüten von Magnolien, Azaleen oder Rhododendren.

Auf dem Teich im Kurpark kannst du dir ein Ruder- oder Tretboot ausleihen.

Wiesbaden Sehenswuerdigkeit: In Wiesbaden finden zahlreiche Feste und Veranstaltungen statt

In Wiesbaden finden zahlreiche Feste und Veranstaltungen statt

Wiesbaden Sehenswürdigkeit: Die pompöse Vorderseite des Hessischen Staatstheaters

Die pompöse Vorderseite des Hessischen Staatstheaters

Rue – die Wilhelmstraße

So ein schöner Spitzname für eine Einkaufsstraße: „die Rue“. So wird die prachtvolle Einkaufs- und Flaniermeile in Wiesbaden genannt.

Die einen Kilometer lange Straße bildet die Süd-Nord-Achse der Wiesbadener Stadtplanung.

Auf der Promenierseite liegen exklusive Geschäfte, Restaurants, Hotels und Passagen.

Wiesbaden Geheimtipp Rue: Was die Sachertorte für Wien ist, ist das Ananastörtchen für Wiesbaden! Die seit 1898 familiengeführte Confiserie Kunder auf der Wilhelmstraße, die seinerzeit als Hofconfiserie den Kaiser belieferte, ist eine Wiesbadener Institution. Ihre Spezialität ist das berühmte Wiesbadener Ananastörtchen – ein wahres Gedicht für süße Naschkatzen.

Bemerkenswert finde ich, dass die Wilhelmstraße nicht Kaiser Wilhelm II. – wie oft fälschlicherweise behauptet wird – ihren Namen verdankt, sondern dem nassauischen Herzog Wilhelm, der zwischen 1816 und 1839 regierte.

Neben bedeutenden Museen wie dem neu eröffneten, modernen Museum Reinhard Ernst und dem historischen Museum Wiesbaden mit seiner herausragenden naturhistorischen Sammlung gibt es viele architektonische Leckerbissen auf der Wilhelmstraße – von der Neorenaissance über den Neobarock und den Jugendstil bis hin zu schlichten klassizistischen Bauten.

Wiesbaden Geheimtipp: das Museum Reinhard Ernst in der Rue 1

Das moderne Museum Reinhard Ernst in der Rue 1

Wiesbaden Geheimtipp: die Confiserie Kunder auf der Wilhelmstraße

Wiesbaden Geheimtipp: die Confiserie Kunder auf der Wilhelmstraße

Auf der gegenüberliegenden Seite der Rue, der Flaniermeile, erstreckt sich eine Doppelreihe knorriger Platanen.

Dahinter liegt eine wunderbare grüne Oase, die zum Spazieren einlädt: der Warme Damm. Auf mehr als 4,5 Hektar wurde hier 1860 ein Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt.

Seinen Namen verdankt er einem Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung – einem Damm, der den sogenannten „Warmen Weiher“ begrenzte, in dem sich die Abflüsse der 26 Thermalquellen sammelten.

Neben dem Weiher mit der Wasserfontäne sowie einigen seltenen Bäumen und Pflanzenarten findet man hier auch zahlreiche Skulpturen wie die moderne Plastik „Leben“ – eine zerbrochene Fruchthülse mit einem glänzenden Kern – oder ein Denkmal für Kaiser Wilhelm I.

Am Ende des Warmen Damms triffst du auf das Hessische Staatstheater und das Kurhaus.

Wiesbaden Tipp: Frühling am Warmen Damm

Frühling am Warmen Damm

Wiesbaden Sehenswuerdigkeit: Der Weiher mit Wasserfontäne am Warmen Damm

Der Weiher mit Wasserfontäne am Warmen Damm

Wiesbaden Sehenswuerdigkeit: das Denkmal Kaiser Wilhelm I. im Warmen Damm

Das Denkmal Kaiser Wilhelm I.

Am Ende des Warmen Damms triffst du auf das Hessische Staatstheater und das Kurhaus.

Wiesbaden Geheimtipp: die Maurergasse

Was in Wiesbaden nie zu kurz kommen darf, ist der Genuss und das Savoir-vivre. Deshalb ist es Zeit für einen Besuch in der Maurergasse.

Hier lässt es sich entspannt schlendern, schlemmen und shoppen.

Kleine Geschäfte und Boutiquen wechseln sich mit Vinotheken – oft von Rheingauer Winzern geführt – und ausgezeichneten Restaurants ab.

Meine Lieblingsvinothek, in der ich gerne mit meinen Freundinnen einen Rheingauer Rieslingsekt trinke, ist übrigens das Balthasar Ress.

Wiesbaden Geheimtipp: Die Maurergasse mit ihren Vinotheken am Abend

Die Maurergasse mit ihren Vinotheken am Abend

Neroberg

Sie gehört auf alle Fälle in die Liste der top Wiesbaden Sehenswürdigkeiten: die Nerobergbahn.

Mit ihr kommst du hinauf auf den 245 Meter hohen Hausberg und das beliebteste Ausflugsziel der Wiesbadener – den Neroberg.

Eine Fahrt mit den historischen blau-gelben Holzwaggons der durch Wasserkraft betriebenen Standseilbahn solltest du dir nicht entgehen lassen. Sie verkehrt zwischen April und Oktober etwa alle 15 Minuten. Der Fahrpreis liegt bei 6,00 € für die Hin- und Rückfahrt und bei 4,00 € für die einfache Fahrt (Stand 2026).

Die Strecke ist nur 440 Meter lang, und auf der vierminütigen Fahrt auf den Neroberg hast du eine atemberaubende Sicht auf die Stadt.

Für Romantiker: Du kannst dich in der Nerobergbahn standesamtlich trauen lassen – sie hält dann für die kurze Zeremonie genau an der Stelle mit der schönsten Aussicht auf Wiesbaden.

Eine top Wiesbaden Sehenswürdigkeit: die Nerobergbahn

Eine top Wiesbaden Sehenswürdigkeit: die Nerobergbahn

Nostalgisch und noch immer ein Wiesbaden Highlight

Nostalgisch und noch immer ein Wiesbaden Highlight

Alternativ gibt es auch einen Fußweg von der Talstation der Nerobergbahn nach oben. Er verläuft teilweise etwas steil in Serpentinen durch den Wald neben der Trasse der Bergbahn. Der Weg hinab ist etwas einfacher, deshalb sind wir mit der Bahn nach oben gefahren und anschließend zurück zur Bushaltestelle an der Talstation gelaufen.

Oben auf dem Neroberg gibt es zahlreiche Attraktionen. Sehenswert ist auf alle Fälle der runde Neroberg-Tempel. Er stammt aus dem Jahr 1851 und bietet einen atemberaubenden Ausblick auf Wiesbaden.

Außerdem lohnt sich ein Besuch der russisch-orthodoxen Kirche. Das beeindruckende Gebäude mit den goldenen Zwiebeltürmen hat eine romantische Geschichte.

Herzog Adolf von Nassau ließ sie nach dem Tod seiner jungen russischen Frau, der Großfürstin Elisabeth Michailowna, einer Nichte des Zaren Nikolaus I., im Jahr 1845 als Grabkirche für seine große Liebe erbauen.

Später erwarb Zar Nikolaus II. die Kirche, um diese Rarität der Orthodoxie zu erhalten.

Auch der angrenzende russische Friedhof ist sehenswert und gehört zu den größten und ältesten seiner Art in Westeuropa.

Top Wiesbaden Sehenswuerdigkeiten: der runde Nero-Tempel

Der runde Nero-Tempel

Wiesbaden Sehenswürdigkeiten: Die Russisch-Orthodoxe Kirche auf dem Neroberg

Die Russisch-Orthodoxe Kirche auf dem Neroberg

Architektonisch gegensätzlich, aber nicht weniger interessant ist das Opelbad, das 1933 im Bauhausstil errichtet wurde. Neben der besonderen Architektur ist die spektakuläre Aussicht auf Wiesbaden das Besondere an diesem Freibad.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Freizeitangebote auf dem Neroberg, zum Beispiel den Walderlebnispfad – einen lehrreichen, über 3 km langen Weg mit 17 Stationen, der sich ideal für Familien eignet – oder einen Kletterpark.

Einer meiner liebsten Wiesbaden Gehemtipps ist das Chateau Nero – ein hinter einer Mauer versteckter Weinstand mit herrlichem Ausblick auf Wiesbaden.

Wie du siehst, sind die Möglichkeiten vielfältig, und du kannst ruhig einen halben Tag oder mehr für deinen Besuch auf dem Neroberg einplanen.

Wiesbaden Sehenswürdigkeit: Architektonisch interessant: das Opelbad im Bauhausstil

Architektonisch interessant: das Opelbad im Bauhausstil

Wiesbaden Sehenswuerdigkeiten: Baden mit Aussicht im Opelbad

Baden mit Aussicht im Opelbad

Wiesbaden Geheimtipp: der Weinstand Chateau Nero

Wiesbaden Geheimtipp: der Weinstand Chateau Nero

Biebricher Schloss

Während die bisher hier vorgestellten Wiesbaden-Sehenswürdigkeiten direkt in der Stadt lagen, stelle ich dir nun drei Tipps vor, die etwas außerhalb liegen, sich aber trotzdem lohnen.

Wir beginnen mit dem Schloss Biebrich am Rhein. Weiß und Rot sind die Landesfarben Hessens, und sie finden sich in diesem prachtvollen Bau wieder, der zu den bedeutendsten barocken Bauwerken am Rhein zählt.

Das Gebäudeensemble entstand in zahlreichen Erweiterungen zwischen 1700 und 1750. Von da an diente es fast ein Jahrhundert lang den nassauischen Fürsten und Herzögen als Hauptresidenz. Als das Herzogtum Nassau von Preußen annektiert wurde und Herzog Adolph ins Exil ging, verfiel das Schloss zunehmend und wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt.

Erst in den 1960er- und 1980er-Jahren des 20. Jahrhunderts erfolgte die Instandsetzung durch das Land Hessen. Heute befinden sich mehrere Behörden im Schloss, und es dient häufig als Veranstaltungsort.

Ich empfehle dir, den Besuch des Schlosses (nur von außen möglich) mit einem Spaziergang durch den weitläufigen Schlosspark und entlang der schön angelegten Rheinuferpromenade zu kombinieren.

Wiesbaden Sehenswuerdigkeiten: das Biebricher Schloss

Eine der top Wiesbaden Sehenswürdigkeiten: das Biebricher Schloss

Schiersteiner Hafen

Neben Biebrich ist Schierstein ein weiterer Stadtteil Wiesbadens, der direkt am Rhein liegt.

Im Schiersteiner Hafen liegen einige Jachten (allerdings keine Luxusjachten), Ausflugsboote sowie Restaurants am und auf dem Wasser. Hier herrscht ein entspanntes Ambiente, und du kannst einen schönen Spaziergang bis zum Rhein unternehmen.

Wir haben im Restaurant Arche Noah, das auf einem Hausboot auf dem Wasser liegt, die gutbürgerliche Küche genossen.

Mein Tipp: Halte Ausschau nach den Störchen, die sich zahlreich auf den hohen Schornsteinen der Schiersteiner Wohnhäuser einnisten.

Wiesbaden Geheimtipp: Boote und kleine Jachten im Schiersteiner Hafen

Boote und kleine Jachten im Schiersteiner Hafen

Wiesbaden Geheimtipps: Besondere Location: das Restaurant Boot Arche Noah

Besondere Location: das Restaurant Boot Arche Noah

Mainz-Kastel

Früher war mir nicht klar, weshalb Mainz-Kastel ein Stadtteil von Wiesbaden ist und nicht -wie man vermuten könnte- zur Stadt Mainz gehört.

Die Erklärung ist einfach: Die amerikanische Besatzungsmacht hat nach dem Zweiten Weltkrieg den Rhein als Grenze zwischen Mainz (Rheinland-Pfalz) und Wiesbaden (Hessen) festgelegt. Somit fiel unter anderem der ehemals Mainzer Stadtteil Kastel an Wiesbaden, da er auf der anderen Rheinseite liegt.

Mein letzter Tipp zu den top Sehenswürdigkeiten Wiesbadens ist ganz einfach zum Entspannen und Genießen gedacht: Bei schönem Wetter empfehle ich dir einen Besuch des zauberhaften Naturstrands in Mainz-Kastel.

Er liegt direkt am Rhein bei der Reduit (übersetzt „Rückzugswerk“). Die Reduit wurde errichtet, um die 1661 gebaute Brücke über den Rhein zu verteidigen.

Mit einem Gläschen in der Hand kannst du hier vom Liegestuhl aus in der ungezwungenen Strandbar den Blick auf Mainz genießen und deinen Aufenthalt in Wiesbaden Revue passieren lassen – du weißt ja nun: Der Genuss sollte bei deinem Besuch in Wiesbaden nie zu kurz kommen.

Wiesbaden Geheimtipp: Im Sommer perfekt zum Entspannen: die Strandbar in Mainz-Kastel

Im Sommer perfekt zum Entspannen: die Strandbar in Mainz-Kastel

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